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Microdermabrasion im Kosmetikstudio: Ablauf, Kosten und was man erwartet

Veröffentlicht: 25.04.2018

Kurz erklärt

Eine professionelle Mikrodermabrasion im Kosmetikstudio dauert 30 bis 60 Minuten inklusive Vorbereitung und Nachsorge. Die Kosmetikerin führt mit einem Diamant- oder Kristall-Handstück in Bahnen über das gereinigte Gesicht, stellt Saugstufe und Aufsatz dem Hautzustand entsprechend ein und schließt die Behandlung mit pflegenden Wirkstoffen ab. Schmerzen sind nicht zu erwarten; typisch ist ein leichtes Zug- und Wärmegefühl.

Mikrodermabrasion Kosmetikstudio Behandlung — professionelles Handstück Diamantaufsatz
Eine professionelle Studio-Behandlung dauert 30 bis 60 Minuten. Die Kosmetikerin führt das Handstück in gleichmäßigen Bahnen über das gereinigte Gesicht — Saugstufe und Aufsatz werden dem individuellen Hautzustand angepasst.

Vor der Behandlung: Was man wissen und mitbringen sollte

Eine professionelle Mikrodermabrasion setzt keine aufwändige Vorbereitung voraus. Ein paar Punkte vor dem Termin sind trotzdem entscheidend.

Was in den 48 Stunden davor zu vermeiden ist: starke Sonnenexposition, Selbstbräuner, chemische Peelings (AHA, BHA), Retinol und Retinoide sowie intensive Sport-Einheiten, die die Haut erhitzen. All das macht die Haut reaktiver als üblich und erhöht das Risiko von Rötungen oder Reizungen nach der Behandlung.

Was man der Kosmetikerin sagen sollte: aktive Hautkrankheiten (Rosacea, Akne, Ekzeme, Herpes), Medikamente, die die Haut dünner machen (Isotretinoin, kortikoidhaltige Cremes), Schwangerschaft und bekannte Unverträglichkeiten. Das ist keine bürokratische Hürde, sondern die Grundlage dafür, dass die Behandlung sicher und wirksam abläuft.

Was man nicht extra kaufen muss: keine spezielle Vorreinigung, kein Vorpeeling, keine bestimmte Tagescreme. Ein frisch gewaschenes, ungeschminktes Gesicht genügt — alles Weitere übernimmt die Kosmetikerin.

Schritt für Schritt: Die Behandlung im Ablauf

1. Empfang und Hautanalyse (5–10 Min.) Die Kosmetikerin schaut sich die Haut unter guter Beleuchtung an, fragt nach Beschwerden, Medikamenten und dem Ziel der Behandlung. Auf dieser Basis wählt sie Aufsatz, Saugstufe und, falls vorhanden, Wirkstoffe aus.

2. Reinigung (5 Min.) Gründliche Entfernung von Make-up, Sonnen- bzw. Tagescreme und Rückständen. Standardmäßig mit einer milden Reinigung, in manchen Studios gefolgt von einem leichten enzymatischen Peeling als Vorbereitung.

3. Mikrodermabrasion (15–25 Min.) Das Handstück wird in gleichmäßigen, überlappenden Bahnen über das Gesicht geführt. Die übliche Reihenfolge: Stirn, Wangen, Kinn, Nasenpartie, abschließend ggf. der Halsbereich. An empfindlicheren Stellen reduziert die Kosmetikerin die Saugstufe oder wechselt zu einem feineren Aufsatz. Wer etwas als zu intensiv empfindet, kann und soll das sofort sagen.

Praxis-Tipp: Gute Studios behandeln empfindliche Partien (Augenpartie, Nasenflügel) mit einem Präzisionsaufsatz und passen die Intensität laufend an. Fühlt sich nach der Behandlung das ganze Gesicht gleich stark behandelt an, war das wahrscheinlich kein optimaler Ansatz.

4. Wirkstoffeinschleusung (optional, 5–15 Min.) Viele Studios schließen die Behandlung mit Seren oder Masken ab, die die frisch gepeelte und dadurch besonders aufnahmefähige Haut optimal versorgen: Hyaluron, Vitamin C, beruhigende Wirkstoffe. Keine Pflicht, aber sinnvoll — und oft im Paketpreis inbegriffen.

5. Abschluss und Sonnenschutz Leichte Feuchtigkeitspflege und Sonnenschutz. In seriösen Studios wird Sonnenschutz immer mitgegeben oder aufgetragen, bevor man das Studio verlässt.

Mikrodermabrasion Kosmetikstudio Ablauf Schritte — Reinigung Behandlung Wirkstoffeinschleusung
Der typische Studio-Ablauf in 5 Schritten: Hautanalyse → Reinigung → Mikrodermabrasion in Bahnen → optionale Wirkstoffmaske → Sonnenschutz. Die Kosmetikerin passt Saugstufe und Aufsatz kontinuierlich dem Hautzustand an.

Was man direkt danach erlebt

Direkt nach der Behandlung ist die Haut typischerweise leicht gerötet und erwärmt. Das ist normal und klingt innerhalb von Stunden ab. Manche erleben ein leichtes Spannungsgefühl; andere bemerken kaum etwas außer der glatten, frischen Haut.

Das erste „Wow-Erlebnis” kommt oft beim Anfassen: Die Haut fühlt sich ungewohnt glatt an, fast seidig. Das ist der unmittelbare Peeling-Effekt durch die entfernte Hornschicht. Er hält einige Tage an — und wird bei regelmäßigen Behandlungen beständiger, weil die Regeneration gleichmäßiger wird.

Was nicht passieren sollte: intensive Schmerzen, Wunden, starke Schwellungen oder Blutergüsse. Passiert das dennoch, war entweder die Intensität zu hoch oder die Haut war durch Vorerkrankungen oder Medikamente reaktiver als bekannt.

Studio oder Heimgerät: Wann was sinnvoll ist

Die Entscheidung hängt weniger von der Präferenz als von der Zielsetzung ab.

Studio ist sinnvoller, wenn:

  • ein konkretes, hartnäckiges Anliegen besteht (deutliche Pigmentflecken vor einem Termin, tiefere Pickelmale)
  • keine regelmäßige Eigenmotivation für Heimanwendungen vorhanden ist
  • man zunächst herausfinden will, ob Mikrodermabrasion überhaupt zum eigenen Hautbild passt — dabei lohnt ein Blick auf Profigeräte im Studio

Heimgerät ist sinnvoller, wenn:

  • der Fokus auf Langzeitpflege liegt und man regelmäßig dabei bleibt
  • Kosten eine Rolle spielen (Studio-Kuren summieren sich auf mehrere Hundert Euro pro Jahr)
  • Flexibilität im eigenen Rhythmus geschätzt wird

Unsere Einschätzung: Ein einmaliger Studio-Termin lohnt sich für jeden, der ernsthaft mit Mikrodermabrasion anfangen will — als Orientierung. Eine ausgebildete Kosmetikerin, die Intensität und Technik beurteilt, zeigt in einer Sitzung mehr über den eigenen Hauttyp und seine Reaktion als jedes Handbuch. Danach fällt die Entscheidung deutlich leichter, ob man die Behandlung ins Studio delegiert oder zuhause selbst übernimmt. Wer direkt einsteigen möchte: Die besten Heimgeräte sind auf der Geräte-Vergleichsseite zusammengefasst.

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Passende Produkte im Überblick

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Häufig gestellte Fragen

Was passiert bei einer Mikrodermabrasion im Kosmetikstudio?

Die Behandlung beginnt mit einer gründlichen Reinigung und Analyse des Hautbilds. Dann führt die Kosmetikerin das Handstück in gleichmäßigen Bahnen über das Gesicht, wobei Saugstufe und Schleifkopf dem jeweiligen Hautzustand angepasst werden. Je nach Studio und Paket folgen anschließend pflegende Wirkstoffe, eine Maske oder Sonnenschutz. Die Behandlung dauert insgesamt 30 bis 60 Minuten.

Wie viele Studio-Behandlungen braucht man für sichtbare Ergebnisse?

Meistens 4 bis 6 Behandlungen in einer Kur, jeweils im Abstand von 2 bis 4 Wochen. Nach der ersten Sitzung ist die Haut glatter und frischer — das sind aber hauptsächlich temporäre Peeling-Effekte. Strukturelle Verbesserungen bei Poren, Pickelmalen und Teint zeigen sich kumulativ nach mehreren Behandlungen.

Schmerzt eine Mikrodermabrasion im Studio?

Nein, in der Regel nicht. Das übliche Empfinden sind ein leichtes Zuggefühl durch das Vakuum und ein Wärmegefühl an stärker behandelten Stellen. An empfindlichen Zonen — Nasenflügel, Augenpartie, Kinn — ist das Gefühl intensiver, aber üblicherweise nicht schmerzhaft. Wer während der Behandlung Schmerzen spürt, sagt das sofort der Kosmetikerin.

Darf man direkt nach der Studio-Behandlung in die Sonne?

Nein. Die frisch behandelte Haut ist deutlich UV-empfindlicher. Für den Rest des Behandlungstages und die nächsten 24 bis 48 Stunden sollte direktes Sonnenlicht vermieden, Sonnenschutz konsequent aufgetragen werden. Auch Sport, Sauna und heiße Duschen sind in den ersten Stunden tabu.

Was ist der Unterschied zwischen einer Studio-Behandlung und einem Heimgerät?

Studiogeräte arbeiten mit deutlich stärkerem Unterdruck und erlauben eine intensivere Abtragung pro Sitzung. Außerdem bringt eine ausgebildete Kosmetikerin die Erfahrung mit, Intensität und Technik dem individuellen Hautzustand anzupassen. Dafür kostet eine Studio-Sitzung 50 bis 150 Euro, während ein Heimgerät eine einmalige Anschaffung ist, die sich bei regelmäßiger Nutzung amortisiert.

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